Routenplanung und Navigation mit GPS

 

Um es gleich vorweg zu nehmen, das ist keine Anleitung zur GPS-Navigation.

Vielmehr ist es meine persönliche Erfahrung mit dieser Technik.

 Meine ersten Kontakte mit der GPS-Navigation waren eher passiv. Da mein Kumpel und Mountainbikebegleiter Jochen schon länger im Besitz eines solchen Gerätes war, konnte ich immer mal wieder einen Blick darauf werfen und so die Funktionalitäten kennen lernen. Da ich bis dahin immer wieder meine bislang gefahrenen Routen wiedergefunden und auch ohne Navi immer wieder nach Hause gefunden hatte war ich für diese Technik an meinem Bike nicht besonders empfänglich.

Erst als bei meinem Kumpel ein neues Navi fällig wurde weil es zwischenzeitlich welche mit Farbdisplay und verbesserter Antennentechnik gab, habe ich die Chance ergriffen mit einem günstigen gebrauchten Navi meine ersten eigenen Erfahrungen zu machen.

 Das Objekt der Begierde war ein "GPSmap 60" von Garmin.

                              

Natürlich fängt man mit dem Navi alleine noch nicht viel an. Zu Beginn habe ich die mitgelieferte Software von Garmin "MAPsource" verwendet.

 Damit lassen sich aufgezeichnete Routen vom GPS-Gerät auslesen und als GPX-Datei speichern, unter Mountainbiker austauschen, zum download zur Verfügung stellen, in eine Karte (Graphik) übertragen um sie dann wieder per Mail zu versenden oder auf der Homepage zu veröffentlichen. Man kann Routen archivieren um sie später ein mal wieder fahren zu können, man kann aber auch Routen am Computer planen um sie dann mit dem GPS-Gerät abzufahren.

Aber genau hier, im planen von Routen liegt die Schwachstelle der mitgelieferten Software "MAPsource". Ich fand das Handling der Software einigermaßen umständlich und die Oberflächen für ein Windows-Programm unübersichtlich.

 Als ich dann bei Jochen das interaktive Kartenwerk von "MagicMaps" sah, war klar dass man mit diesem Tool wesentlich einfacher zu Rande kommt.

      

 © MagicMaps GmbH   © BKG, TK 1:25.000

Natürlich muss man sich auch hier in die Materie einarbeiten. Wenn man aber in der Windows-Welt zu Hause ist geschieht das fast intuitiv.

 Nachdem ich nun so ausgestattet einige Zeit meine Routen geplant, aufgezeichnet, versendet und veröffentlicht hatte, musste ich feststellen dass ich im Gegensatz zu meinen Mitfahrern immer mal wieder gerade Linien in meinen Aufzeichnungen hatte. Die kamen daher dass das Navi im Gegensatz zu den moderneren Geräten eine schwächere Antenne besitzt.

Daher kam es bei dicht bewaldeten Strecken oder engen Gassen immer mal wieder zu kurzen Empfängsschwächen welche dann als gerade Linie zwischen zwei aufgezeichneten

Wegpunkten auftauchte (oben in der Graphik blau eingekreist). Inzwischen konnte ich schon einige Erfahrungen mit der neuen Generation von Garmin, einem "e-Trex Vista HCX" sammeln und muss sagen dass die Empfangsleistung im Vergleich zu dem älteren Modell nochmals deutlich verbessert wurde.

                                  

Selbst in den dichtesten Wäldern und teilweise sogar in Gebäuden hat dieses Gerät Empfang. Ohne Kartenmaterial ist dieses Gerät bereits unter 150.-€ im Onlinehandel erhältlich.

 Einen Nachteil musste ich allerdings bei den Garmin-Geräten feststellen.

Das Kartenmaterial ist nicht übertragbar.

Das bedeutet es ist auf Lebzeiten mit dem Gerät verheiratet.

Ein echter Wehrmutstropfen wenn man weis dass z. B. eine topographische Wander- und Radkarte von Baden-Württemberg um die 170.-€ kostet und somit den Anschaffungspreis des Navis übersteigt. Wechselt man das Navi muss man also auch das Kartenmaterial neu anschaffen.

Nachdem zwischenzeitlich die komplette Vorstandschaft geschlossen hinter dem Mountainbiketreff steht, wurde Mitte April in einer Vorstandschaftssitzung einstimmig die Anschaffung zweier vereinseigener GPS-Geräte beschlossen.

Tags darauf habe ich mich gleich um die Beschaffung gekümmert und am 25.05. 2010 sind die Geräte dann bei mir angekommen.

So sind wir jetzt in der Lage alle drei Gruppen auch bei gleichzeitig stattfindenden Touren mit einem GPS-Gerät zu versorgen.

Ausserdem erhalten so alle Teilnehmer des Mountainbiketreff die Möglichkeit sich mit der Materie vertraut zu machen ohne sich gleich ein eigenes GPS-Gerät zulegen zu müssen.

 

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